Landeswährung Japans

Was ist die Landeswährung?

Nach der Restauration kaiserlicher Macht im Jahre 1868, beschloss die neue kaiserliche Regierung 1871, die alten und vor allem auf Gold und Silber basierenden Zahlungsmittel abzuschaffen. Sie führte ein neues, einheitliches und modernes Zahlungsmittel ein – den Yen. Während der Feudalherrschaft der Tokugawa (1603-1886) gab es nur Gold-, Silber- und Kupfermünzen. Diese konnten jedoch je nach Lehen unterschiedlich sein. Mit der Verstaatlichung der Prägeanstalten 1871 wurde der yen in Münzen und Banknoten ausgegeben.
Der japanische Landeswährung wird heute im internationalem Zahlungsverkehr das Symbol ¥ (ein großes Ypsilon mit einem Gleichzeichen im senkrechten Strich) zugewiesen. Es gibt Münzen und Scheine mit folgenden Werten:

  • Münzen zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500 ¥/Yen
  • Scheine zu 1.000, 5.000 und 10.000 ¥/Yen
Abbildung japanische 10.000 Yen
Abb.: Neuere 10.000 Yen Noten. Bargeld ist im Geschäftsleben noch immer das übliche Zahlungsmittel in Japan, auch wenn die Zahlungen mit Karten zunehmen. Bildquelle: pixabay.com; Bildautor: Maccabee.

Eine 10.000 ¥/Yen Banknote hat einen Gegenwert von ca. 76,50 €/Euro (Stand: 08.07.2021).

Fremdwährungen und Barzahlungen

Fremdwährungen werden im Barzahlungsverkehr kaum irgendwo in Japan angenommen. Außer zum Wechseln in Banken oder renommierten Hotels. In Japan wird i. d. R. mit Landeswährung und bar bezahlt, sofern es sich nicht um recht große Summen handelt.

So mancher Ausländer wird sich schon gefragt haben, warum Japaner so sehr auf Bargeld fixiert sind. Das hat mehrere Gründe. Einerseits sehen viele in Bargeld eine Sicherheit. Was sie bar haben, dass haben sie. Bei Zahlungen mit Kreditkarte oder Scheck könnte es hingegen böse Überraschungen geben. Andererseits gilt, wer bar zahlen kann, ist vertrauenswürdig und zuverlässig. Im Geschäftsleben zwei sehr wichtige Eigenschaften.

Werden Kreditkarten oder Schecks Akzeptiert?

EC- und Kreditkarten gibt es natürlich auch in Japan. Gängige ausländische Kreditkarten wie VISA, Mastercard, American Express, Diners usw. werden dort als Zahlungsmittel oder zum Abheben von Bargeld an Geldautomaten und Bankschaltern auch akzeptiert. Größere Geschäfte oder Hotels zeigen dies meist bereits am Eingang per Logo des Kreditkartenunternehmens an.

Auch Travellerschecks können bei Banken eingelöst werden. Es empfiehlt sich aber, bei der Ankunft Bargeld in Yen dabei zu haben. Eine Summe von 200 bis 300 Euro in Landeswährung ist ratsam, um die Ausgaben der ersten Stunden oder Tage zu decken, bis man an einem Automaten Bargeld abheben oder in einer Bank Schecks einlösen kann.
Beliebt und weit verbreitet sind inzwischen die wieder aufladbaren Prepaid-Karten wie SUICA oder PASMO u.a., die von den japanischen Bahngesellschaften herausgegeben werden. Damit können bargeldlos kleinere Einkäufe erledigt und Fahrscheinen des öffentlichen Personentransports gekauft werden. Geschäfte, die diese Karten akzeptieren, zeigen dies durch entsprechende Hinweise am Eingang an. In und an Bahnhöfen sind dies fast alle Geschäfte.

Kann Geld an Automaten abgehoben werden?

In den Metropolen findet man leicht Geldautomaten bei Bankfilialen, Bahnhöfen, Kaufhäusern und Supermärkten. Viele Supermärkte der Kette Seven-Eleven (7-Eleven) bieten Bargeldabhebungen an Automaten mit der Maestro-Karte an. Auch die VISA hat eine hohe Akzeptanz bei Geldautomaten in Japan. Man sollte sich jedoch zuvor über die möglicherweise anfallenden Gebühren für Barabhebungen in Japan bei der eignen Bank vor der Reise informieren.
Genauso sollte man beachten, welche maximale Mengen an Bargeld Reisende zollfrei Einführen dürfen. Derzeit sind das 1 Mio. ¥/Yen (ca. 7.651 €/Euro, Stand: 08.07.2021). Wer es extravagant mag, kann auch 1 kg Gold mit einem Reinheitsgehalt von über 90% zollfrei einführen. Allerdings sollte man sich vorher gut überlegen, wie man mit einem Goldbarren Kleinkram zahlen will.

Japanische Begriffe und Schriftzeichen

  • Yen 円 (Kreis, rund)