Taifune

In der japanischen Sprache benutzt man den Begriff taifū 台風 (w. Windsäule/-n), wenn man einen tropischen Wirbelsturm (oder Zyklon) im Pazifik meint. Im Westen nennt man sie Taifun/-e. Solche Stürme treten vor allen in der Zeit von August bis Oktober auf, wenn sich die Luftmassen zu einem großen und rotierendem Tiefdruckgebiet verdichten.

Sind Taifune gefährlich?

Aus dem erdnahen Orbit sehen solche Stürme wie gigantische Wirbel aus, die Kilometer hoch in verschiedenen Schichten der Atmosphäre reichen. Typisch ist ein “Auge”, das dass Zentrum des Sturms bildet. In diesem Zentrum herrscht andere Bedingungen als in den Bereichen drum herum. Die Abbildung zeigt eine NASA-Aufnahme des Taifuns “Trami” vom 28. September 2018, der eine Windgeschwindigkeit von bis zu 165 km/h erzeugte. Darin liegt auch die zerstörerische Kraft der Taifune, die i. d. R. noch mit sintflutartigen Regenfällen einher gehen. Abgedeckte Dächer, abgerissene Gebäudefassaden, umgestürzte Bäume, herumfliegende Trümmer und Äste, Überschwemmungen, aufgeweichte Erde, die sich in Erdrutschen löst sind die Folge. Der Aufenthalt im Freien gilt dann als gefährlich.

Bild: Taifun Trami über der Philippinensee, nahe der Ryūkyū-Inseln (Okinawa/Japan). Gut zu erkennen, dass Auge des Sturms, um den sich die Luftmassen gegen den Uhrzeigersinn bewegen . © NASA Earth Observatory, 2018.
Wie entsteht ein Taifun?

Folgende Bedingungen müssen zur Bildung eines Taifuns vorhanden sein:

  • ausreichend warme Meeresoberfläche
  • eine atmosphärische Instabilität
  • hohe Luftfeuchtigkeit in den unteren bis mittleren Ebenen der Troposphäre
  • ausreichend starker Coriolis-Effekt (Rotationseffekt), um ein Niederdruckzentrum zu entwickeln
  • einen bereits vorhandenen niedrigen Fokus oder eine Störung
  • eine geringe vertikale Windschere

Siehe hierzu auch: Verhalten bei Naturkatastrophen