Muromachi-Zeitalter

Ein neues Zeitalter

Das Muromachi-Zeitalter (1333 – 1573), als Muromachi-jidai bezeichnet, erhielt seinen Namen nach dem Muromachi Distrikt der Hauptstadt Kyōto. Weil hier richteten die Ashikaga im Jahre 1381 ihre Residenz ein. Aber dem geht noch im Jahre 1333 voraus, dass Ashikaga Takauji (1305 – 1358) die Herrschaft der Minamoto beendete. Damit legte er den Grundstein für ein neues Shogunat. Jedoch sollte der Konflikt zwischen dem Hof und den Kriegern für weiteren Aufruhr sorgen. Denn es ging darum, wer endgültig die exekutive Macht im Lande inne haben würde.

Übergang zum Muromachi-Zeitalter

Während Ashikaga Takauji (Abb. 1) Kyōto 1333 einnahm, besiegte Nitta Yoshisada (1301 – 1338) die Hōjō, die Regenten der Minamoto in Kamakura. Trotzdem verfolgte Go-Daigo (1288 – 1339) andere Ziele als seine Unterstützer. Denn er war bemüht die kaiserliche Macht zu sichern. Jedoch führte des Kaisers Handeln, anders als gedacht, nicht zu einem Neuanfang für den Hof, sondern zu dessen Spaltung im Muromachi-Zeitalter. Go-Daigo versuchte nun die Kandidaten der älteren kaiserliche Blutlinie, der Jimyō-in-Dynastie, vom Thron fern und seine Linie der Daikaku-ji Dynastie an der Macht zu halten[1].

Abbildung des Ashikaga Takauji
Abb. 1: Ashikaga Takauji, bewaffnet und in Rüstung auf einem edlen Ross.

Kaiserliche Restauration

In den fünf Jahren seit Beginn des Muromachi-Zeitalters versuchte Kaiser Go-Daigo seine wiedererlangte Regierungsgewalt gegen den Einfluss der buke (Kriegersippen) zu sichern. Schließlich gelang dies kurzfristig mit der Kemmu-Restauration (Kemmu no shinsei), einer Reihe eiliger Reformen zwischen 1333 und 1336. Jedoch führten die Reformen zum Zerwürfnis mit seinen Verbündeten. Denn für die kamen die Reformen nun einer Diktatur des Kaisers gleich, weil er sie teils ihrer Rechte und Privilegien beraubte. Inzwischen unterminierte die Konkurrenz zwischen den Ashikaga und Nitta den Erfolg der Reformen.
Jedenfalls wollte Kaiser Go-Daigo nicht mehr die militärische Befehlsgewalt in die Hände der buke legen. Daher verlieh er den Titel des shōgun stattdessen seinem Sohn Prinz Moriyoshi (Abb. 3), der in manchen Quellen auch Morinaga genannt wird. Zudem verlieh er an Höflinge Posten als Militärgouverneure der Provinzen und überging die buke[2].

Abbildung der Ermordung des Prinzen Moriyoshi
Abb. 2: Ermordung des Prinzen Moriyoshi (Morinaga) durch den Ashikaga Minister Fuchibe Yohihiro.

Scheitern des Kaisers

Allerdings erwartete Ashikaga Takauji den Titel des shōgun als gerechten Lohn zu erhalten. Gedemütigt begann er ein eigenes Shogunat zu errichten. Z. B. vergab er eigenmächtig Lehen an seine Gefolgsleute. Außerdem mischte er sich ohne kaiserliche Order in Konflikte ein. So besetzte er 1335 die Stadt Kamakura, nachdem dort die Hōjō einen Aufstand versuchten. Schließlich distanzierte er sich vom Kaiser.
Go-Daigo (Abb. 3) war sich der hieraus erwachsenden Gefahr für seine Macht bewusst und befahl 1335 die Vernichtung der Ashikaga Truppen. Diesen Feldzug gegen seinen ehemaligen Verbündeten führten Nitta Yoshisada und Kusunoki Masashige an. Beide standen zuvor unter dem Befehl der Hōjō, schlugen sich aber auf die Seite des Go-Daigo, als ihnen befohlen wurde dessen Streitkraft zu zerschlagen[3].

Kaiser Go-Daigo träumt von, Farbholzschnitt von Ogata Gekkō, 1904
Abb. 3: Kaiser Go-Daigo träumt von unbeschwerten Kindheitstagen im Kasagiyama-Palast.

Tragische Helden

Der Kaiser hoffte, sich des Ashikaga Takauji endgültig zu entledigen. Kusunoki Masashige gelang es, die gegnerischen Kräfte zu zerschlagen und Kamakura für den Kaiser in Besitz zu nehmen. Doch Takauji zog sich nach Kyūshū zurück. Dort stellte er mit verbündeten Sippen eine große Streitmacht auf. Mit dieser marschierte er dann 1336 auf Kyōto.
Der Kaiser reagierte und entsandte darauf seine bewährten Krieger Kusunoki Masashige und Nitta Yoshisada. Die sollten den Feind stellen, bevor er die Hauptstadt erreichen würde. Ausgerechnet Masashige war es, der sich weigerte, mit einer hoffnungslos unterlegenen Armee in den Kampf zu ziehen. Folglich drängte er den Kaiser darauf, sich mit Takauji zu einigen. Doch der Kaiser blieb stur und befahl den Angriff. Masashige tat pflichtbewusst was von ihm verlangt wurde. Nachdem Yoshisada fiel, beging Masashige seppuku (rituellen Selbstmord), worauf der Kaiser in die Provinz Yoshino vor dem nahenden Feind floh[4].

Ashikaga Takauji wird shōgun

Ashikaga Takauji brachte 1336 seinen kaiserlichen Kandidaten, Prinz Toyohito aus der Jimyōin-Dynastie, als Kaiser Kōmyō (reg. 1336 – 1348) auf den Thron. Zudem ließ er sich von Kōmyō 1338 zum shōgun ernennen. Wobei dieser Schritt quasi als eine Aneignung des Titels gesehen werden könnte. Weil Kaiser Kōmyō wird wohl kaum eine Wahl gehabt haben, als dem Verlangen seines Gönners nachzugeben. Somit sah sich Ashikaga Takauji an seinem Ziel angelangt und gründete das Ashikaga-bakufu (Ashikaga-Shogunat)[5]. Das Muromachi-Zeitalter wird daher unter anderem mit den Ashikaga assoziiert.

Spaltung des Hofs

Inzwischen wurde Kaiser Go-Daigo in Kyōto unter Hausarrest gestellt. Außerdem verlangte Ashikaga Takauji von ihm die Herausgabe der Reichsregalien. Darauf rückte Go-Daigo aber nur Kopien der Regalien heraus. Denn die Echten ließ er vor Antritt seines Hausarrests in der südlich gelegenen Provinz Yoshino verstecken. Hingegen glaubte Takauji nun, seinen Kandidaten auf dem Thron legitimieren zu können. Jedoch war man allgemein der Auffassung, dass sich die kaiserliche Herrschaft nur durch den Besitz der echten Regalien legitimieren ließ.
Schließlich gelang Go-Daigo die Flucht nach Yoshino, wo er die echten Insignien wieder an sich nahm. Durch ihren Besitz legitimiert, betrachtete er sich als rechtmäßigen Kaiser und gründete einen neuen, südlichen Hof.

Obwohl die Ashikaga nun erkannten, dass sie nur Kopien der Regalien besaßen, betrachteten sie ihren Kaiser aufgrund seiner Abstammung trotzdem als legitim. Folglich existierten zwischen 1336 und 1392 zwei rivalisierende Höfe, was als Nambokuchō (Nord- und Südhof) bezeichnet wird[6].

Auswirkungen der Spaltung

Die Spaltung des Hofs sollte sich negativ auswirken. Zwar lag faktisch alle exekutive Macht in den Händen der Ashikaga, jedoch war diese Macht nicht unangefochten. Denn der Südhof erhielt seinen Anspruch bis 1392 aufrecht. Folglich regierte eine recht schwache Zentralregierung.
Dies bot den shugo, den Militärgouverneuren oder Provinzstatthaltern des shōgun, über die kommenden 56 Jahre Gelegenheit sich politisch und wirtschaftlich zu emanzipieren. Hierzu scharten die shugo in ihren Provinzen bushi (Krieger) um sich. Nicht selten waren dies Anführer verwandter Sippen des Stammhauses eines shugo. Z. B. führten Eheschließungen zwischen einflussreichen Häusern zur Bildung von Allianzen und Gründung mächtiger Zweigfamilien. Dadurch entstand ein weites Netzwerk verwandtschaftlich verbundener Häuser mit zahlreichen Angehörigen. Die bushi waren für die Führung und Ausbildung der ashigaru (leicht gerüstete Fußsoldaten) verantwortlich. Dies waren wehrfähige Männer, die man aus der Landbevölkerung der Provinz rekrutierte. Unter den ashigaru gab es auch Söldner, die ständig zur Verfügung standen[7].

Bewaffneter Landadel

Prägend für das Muromachi-Zeitalter ist der Aufstieg der shugo. Deren Macht hing von der Zahl der bushi und ashigaru ab, die sie im Kriegsfall einsetzen konnten. Um jedoch Truppen unterhalten zu können, war die wirtschaftliche Leistung des shōen (Lehens) wichtig. Schließlich erwarteten die bushi Lohn für ihre treuen Dienste. Dies konnten Naturalien, Land oder Geld sein. Dadurch waren bushi zwar kostspielig, aber in der politisch unsicheren Lage wichtig. Denn das Shogunat führte für die shugo-daimyō eine Residenzpflicht in der Hauptstadt ein und deren Mitwirkung im Shogunat. Folglich wurde das Kriegshandwerk gepflegt, weil sonst die Landgüter ohne ihre Herren vor Ort angreifbar waren. Manche shugo-daimyō unterschätzten die Gefahr durch ambitionierte kokujin. Dies waren Abkömmlinge der jito des Kamakura-Zeitalters, lokaler Landverwalter aus der Kriegerklasse. Wenn die kokujin einen shugo-daimyō militärisch für schwach hielten, dann machten sich über dessen Landgüter her. Also versuchten die shugo-daimyō auch diese als Vasallen zu gewinnen[8].

Abbildung der Rüstung des Ashikaga Takauji
Abb. 4: Rüstung (yoroi) des Ashikaga Takauji aus Eisen, Kupfer, Gold, Leder, Seide und Lack hergestellt. Harnisch mit Abbild des Fudō Myō-ō, einer buddh. Wächterfigur.

Militärische Organisation

Die bushi unterstanden direkt dem Befehl eines shugo und führten im Kampf die Truppen an. Hingegen waren sie in Friedenszeiten für Aufgaben wie z. B. die Organisation von Arbeitskräften im Straßenbau, die Verwaltung, Steuereintreibung und Rechtspflege verantwortlich. Tatsächlich waren die administrativen Aufgaben ebenso wichtig wie die militärischen. Deshalb war eine umfassende Bildung obligatorisch. Außerdem zwang auch die angemessene Führung des eigenen Haushalts dazu. Lesen, Schreiben, Mathematik, chinesische Klassiker und japanische Dichtkunst gehörten ebenso zur Ausbildung, wie verschiedene Kampfkünste (Fechten, Bogenschießen, Reiten usw.)[9].

Die Ashikaga als Mäzenen

Die Pattsituation zwischen den konkurrierenden Höfen des Nambokuchō wurde 1392 durch Initiative von shōgun Ashikaga Yoshimitsu friedlich beigelegt. Schließlich einigte man sich darauf, dass zukünftig der legitim amtierende Kaiser im Wechsel einer der beiden miteinander verwandten Linien entstammen soll. Dafür gab es dann nur noch einen Hof in Kyōto. Die Wiedervereinigung der Höfe brachte eine befristete Stabilisierung des Landes.
Allerdings führte das Muromachi-Zeitalter zu einem kulturellen Höhepunkt in der japanischen Geschichte. Denn, anders als viele shōgune vor ihnen, taten sich die Ashikaga unter Yoshimasa (reg. 1449 – 1473) weniger als Krieger oder geschickte Politiker hervor, sondern viel mehr als Liebhaber und Förderer der Kunst. Während der Ashikaga-Regentschaft entstanden in Kyōto bedeutende Monumente. Gärten, Tempel und Gebäude wurden errichtet, wie der Kinkaku-ji (goldener Pavillon, Abb. 4), erbaut 1397, und der Ginkaku-ji (silberner Pavillon, Abb. 5), von 1472[10].

Zudem förderten die Ashikaga shōgune neben der Architektur ebenso die Religion und Kultur. Schon im 7. Jh. führten japanische Geistliche aus China den Zen-Buddhismus ein. Allerdings fand die Krieger-Klasse erstmals im 12. Jh. Interesse daran. Jedoch sollten die Ashikaga ihn erst richtig fördern. Mit dem Zen kam auch die Teezeremonie, die unter den bushi dann viele Anhänger fand. Schließlich wurden und kyōgen, die Theaterformen des Kriegeradels.

Beginnender Machtverlust

Schließlich brachte der verschwenderische Lebensstil der Ashikaga wirtschaftliche Probleme mit sich und machte sie für Gegner angreifbar. Denn die Spaltung des Hofs zu Beginn des Muromachi-Zeitalters hatte die Verwaltung enorm geschwächt. Folglich war die Autorität der Ashikaga gegenüber den shugo von Anfang an deutlich schwächer als die der Minamoto im Kamakura-Zeitalter zuvor[10].
Folglich gewannen die shugo an Macht und Autonomie, indem wichtige Aufgaben und Rechte auf sie übergingen, wie z. B. die Rechtsprechung, Einnahme der Steuern, Ausbau und Erhalt der Infrastruktur usw. Mit Einführung des shugo ryōkoku-sei (System der Rechtsprechung über Ländereien durch Gouverneure) begann man, die Gouverneure shugodaimyō zu nennen. Demnach brachten weder die Wiedervereinigung der Höfe noch das schwache Shogunat dauerhaft Stabilität ins Land. Weil die mächtigsten Provinzfürsten beeinflussten massiv die Politik des Shogunats über den Rat der Minister. Vor allem die Sippen Yamana und Hosokawa[11].

Der Ōnin-Aufstand

Im Muromachi-Zeitalter begann 1467 ein offener Konflikt um den Einfluss auf die Ashikaga-Erbfolge zwischen verschiedenen Sippen in Kyōto. Die namhaften Vertreter des Shogunats vermochten diesen nicht zu stoppen. Solang die Frage der Erbfolge ungelöst blieb, versuchten die mächtigen Provinzgouverneure ihren jeweiligen Favoriten aus der Ashikaga-Sippe zum shōgun zu machen. Folglich kam es zu Gefechten und schließlich zum Krieg, dem Ōnin no ran (Ōnin-Aufstand). Dabei wurden Teile der Hauptstadt Kyōto in Schutt und Asche gelegt. Obwohl die streitenden Häuser ihre Gefolgsleute als Verstärkung aus den Provinzen herbeiriefen, konnte keine den Sieg für sich erringen[12]. Die Kämpfe, die über eine Zeitspanne von zehn Jahren stattfanden, endeten in Kyōto für alle beteiligten Kontrahenten 1477 unentschieden. Während des Ōnin-Aufstands verloren die Ashikaga weitgehend die Regierungsgewalt, sodass sie nur noch ihre Stammprovinz Yamashiro kontrollierten. Inzwischen übernahmen die mächtigen shugo-daimyō die Kontrolle über ihre Provinzen und tolerierten die Ashikaga bestenfalls noch.

Folgen des Aufstands

Viel schlimmer als die Kämpfe in Kyōto waren die Auswirkungen des Ōnin-Kriegs auf die Gesellschaftsordnung in ganz Japan. Weil durch das immer schwächer werdende Ashikaga-Shogunat wuchs die Eigenmächtigkeit der shugo-daimyō. Somit übertrug sich der Kampf verfeindeter Lager aus der Hauptstadt auch auf die Provinzen. Bündnisse zwischen mächtigen Häusern wurden geschmiedet, aber ebenso schnell wieder gebrochen, was schließlich zum Chaos beitrug.
Niedere Vasallen mussten sich bei den Kämpfen zwischen den Mächtigen für eine Seite entscheiden. Dies führte zur Faktionierung innerhalb großer Sippen und teils zum Bruch der Loyalität gegenüber ihrem shugo-daimyō. Demnach waren jene mit großen Lehen, aber nur geringer militärischer Schlagkraft, Angriffen machthungriger shugo-daimyō angrenzender Provinzen ausgesetzt. Die Welt schien aus den Fugen geraten. Bisher geltende Regeln, Gesetze und Normen wurden bedeutungslos.

Land im Chaos

In diesem Chaos kam es zu regionalen Bauernaufständen. Denn die shugo-daimyō legten ihnen erdrückende Steuern auf und zwangen sie zum Kriegsdienst. Jedoch erhielten die Bauern Hilfe von jizamurai, Kriegern, die in Friedenszeiten selbst Bauern waren. Sogar Kleriker und parteilose Adelige schlossen sich diesen an und errichteten Wehrdörfer. Miteinander verbündete Dörfer bezeichnete man als ikki, die quasi unabhängige Domänen bildeten. Moralischer Träger dieser Bewegung war die militante ikkō-shū, bestehend aus Anhängern und Laien der Jōdō-shinshū (buddhistische Schule in Japan). Die ikkō-shū wandte sich mit ihrer Befreiungsideologie gegen jede Form der Unterdrückung. Folglich auch gegen shugo-daimyō, die darauf mit Gewalt reagierten. Mit vereinten Kräften wurden diese besiegt und ihres Amtes enthoben, was man als ikkō-ikki bezeichnete. So kontrollierten die ikkō-shū z. B. die Provinz Echizen.
Jedenfalls bekämpften die Niederen die Oberen und diese sich untereinander. Dieser Verfall der alten Ordnung wird als gekokujō (w. der Niederen Sieg über die Oberen) bezeichnet[13].

Sengoku-Periode

Das Muromachi-Zeitalter endet mit einem langanhaltenden Bürgerkrieg. Dem geht die völlige Emanzipation der daimyō in den Provinzen voraus. Mächtige daimyō-Familien wie die Oda, Mōri, Tokugawa, Hosokawa, Uesugi, Takeda, Date, Chōsokabe und Shimazu, um nur einige zu nennen (Karte[14]), überzogen das Reich mit Krieg um Land und die Vorherrschaft.
Diese Periode der Kämpfe zwischen verschiedenen Fürstenhäusern, die von 1467 bis 1573 andauerte, wird daher als Sengoku (w. im Krieg befindliches Landstreitende Länder) bezeichnet und beschreibt die Situation recht treffend. Über die Provinzgrenzen hinweg wurde Japan in Domänen zersplittert. Ungeachtet des Hofs und Shogunats, führten die herrschenden Fürstenhäuser ihre Gebiete wie Kleinstaaten[15].
Doch Fürst Nobunaga, aus dem Hause der Oda, verfolgte schließlich das hehre Ziel, Japan wieder unter seiner Regierung zu vereinen. 1568 begann sein Aufstieg an die Macht.

Karte Japans in der späten Sengoku-Periode
Karte: Japan in der späten Sengoku-Periode (1564–1573), mit den Domänen verschiedener daimyō.

Städte und Burgen

Die Stadtentwicklung erfuhr im Muromachi-Zeitalter einen regelrechten Schub. Obwohl das Muromachi-Zeitalter auch bewaffnete Konflikte erlebte, scheint dies der urbanen Entwicklung nicht wirklich geschadet zu haben. Im Grunde hat der Aufstieg der Feudalfürsten (shugo-daimyō) die Entstehung neuer urbaner Zentren begünstigt.

Stadtentwicklung

Die Hauptstadt Kyōto war seit 794, also lange vor dem Muromachi-Zeitalter,  kulturelles und politisches Zentrum des Reichs. Eine prächtige Stadt, denn hier befanden sich der kaiserliche Palast, herrschaftliche Residenzen, Gärten sowie zahlreiche Tempel und Schreine. Hingegen war das einstige Naniwa, das spätere Ōsaka, zwar mal Hauptstadt, doch inzwischen wurde es eine auf den Überseehandel ausgerichtete und reiche Kaufmannsstadt.
Andere städtische Siedlungen entstanden um Märkte, Tempel oder Schreine herum. Dort ließen sich zuerst Händler und Gastwirte nieder. Ebenso bildeten sich bereits im Heian-Zeitalter (794 – 1185) Siedlungen um die Poststationen entlang der wichtigen Straßen. Dienstleister für die Bedürfnisse Reisender ließen sich hier nieder. Schließlich nannte man diese Siedlungen machi, was zuvor nur ein bewirtschaftetes Stück Land, z. B. ein Reisfeld, bedeutet hatte. Dies spiegelt sich in dem bis heute gebräuchlichen Schriftzeichen wider, das aus den Zeichen für Reisfeld und Ort, was auch Stadtteil oder Straße bedeuten kann, zusammengesetzt ist[16].

Burgstädte

Neben den machi entwickelten sich im Muromachi-Zeitalter insbesondere jōkamachi (w. Burgstädte). Deren Entwicklung war nicht dem Zufall überlassen, sondern wurde vom daimyō als Burgherrn oder seinen Vertrauten geplant. Dabei wurden i. d. R. die Prinzipien der Kaiserstadt Kyōto übernommen, sofern dies die örtliche Topografie zuließ. Straßen versuchte man möglichst in einem Schachbrettmuster anzuordnen und die Viertel nach Stand und Beruf zu gliedern.
In den Burgstädten siedelten sich zunächst die Familien der Gefolgsleute des daimyō an. Wegen der Bautätigkeiten war der Bedarf an Arbeitern aber groß. Deshalb befreiten die Burgherrn sehr fähige Handwerker sogar von der Steuerpflicht und dem Zunftzwang, nebst hohem Lohn. Es folgten Künstler, denn die Residenzen und Burgen sollten mit repräsentativen Räumen z. B. für Audienzen ausgestattet werden. Dies war auch eine Zurschaustellung von Wohlstand und Macht. Zuletzt ließen sich Kaufleute nieder, deren Gewerbe zwar als unlauter galt, jedoch letztlich den Motor des wirtschaftlichen Aufstiegs der Burgstädte darstellte.

Nach und nach entfaltete sich eine neue städtische Kultur mit Märkten, Geschäften, Handwerksbetrieben, Gaststätten, Theatern und anderen Vergnügungen. Schließlich hoffte auch die Landbevölkerung auf Arbeit in den Burgstädten. Entweder in produzierenden Betrieben oder im Dienste des sich bildenden wohlhabenden Bürgertums. Deshalb wurde der Zuzug in die Burgstädte generell restriktiv gehandhabt, besonders für Bauern. Freizügigkeit gab es nicht. Dies war nötig, weil man eine Landflucht unterbinden musste. Schließlich brauchte man stets genügend Arbeitskräfte für die Feldarbeit. Folglich wurde dies durch Verbote und Kontrollen reguliert[17].

Sengoku-Burgstädte

In der Sengoku-Periode (1477 – 1573) wuchsen Zahl und Bedeutung der Burgstädte an. Als Zeichen des Machtanspruchs der daimyō wurden an strategischen Punkten in den Domänen mehr und mehr wehrhafte Burgen errichtet. Insbesondere in den begehrten Küstenebenen. Somit wurden diese Burgen zu Keimzellen für die Entstehung neuer Städte.
Während des Bürgerkriegs in der Sengoku-Periode entstand schließlich die Notwendigkeit, die Städte nach strategischen Aspekten zu konzipieren. Palisaden, Wassergräben und Wallanlagen dienten der Verteidigung. Bedeutende Burgen wurden als mächtige Bollwerke auf Hügeln errichtet. Ein Beispiel für das Aufblühen dieser Bauwerke im feudalen Japan ist die Burg von Himeji (Himeji-jō) in der Präfektur Hyōgo. Wegen ihres mächtigen, weiß verputzten und weithin sichtbaren Hauptturms (tenshu) wurde die Burg vom Volk auch Shirasagi-jō (w. Burg des weißen Kranichs) genannt (Abb. 7). Erst mit der Herrschaft des Tokugawa-Shogunats ab 1603, das den Bau weiterer Burgen untersagte, kam auch das Ende der Blütezeit japanischer Burgen[18].

Abbildung der Burg von Himeji
Abb. 7: Hauptturm der Burg der Stadt Himeji, Präfektur Hyōgo. Die Burganlage wurde 1346 erbaut und bis 1618 erweitert und erneuert.

Städte und Handel

Die Hafenstädte hatten bereits im Muromachi-Zeitalter durch den sehr lukrativen Überseehandel mit dem Kontinent und Südostasien eine besondere Stellung. Dadurch waren diese Städte besonders für die Kaufleute attraktiv. Hier war der wirtschaftlichen Aufstieg der Kaufleute sicher. Während der Stadtentwicklung im Landesinneren durch die meist hügelige oder gebirgige Topografie Grenzen gesetzt waren, erlaubte hingegen die Lage im relativ flachen Küstenland eine schnelle Expansion. Städte wie Edo (heutiges Tōkyō), Ōsaka, Nagoya und Fukuoka sind Beispiele dafür.

Europa und Japan

Ein für die zukünftigen Entwicklungen in Japan sehr wichtiges Ereignis im Muromachi-Zeitalter, war die Ankunft der Europäer im 15. Jh. Zuvor waren Handelsreisende auf der Seidenstraße nur bis China vorgedrungen. Denn spätestens seit den Reisen des venezianischen Kaufmanns Marco Polo (1254[?] – 1324) nach China war dieser Landweg den Europäern bekannt[19]. Polo hielt Beschreibungen von Chinesen in seinen Aufzeichnungen fest, die ihm von den japanischen Inseln berichteten. Die Rede war von „Cipangu“, wie es der Venezianer aus dem Chinesischen phonetisch ableitete. Obwohl er sie nie mit eigenen Augen sah, sollen die Inseln reich an Gold, Silber und Edelsteinen sein, bewohnt von einem kriegerischen und stolzen Volk.

Auf nach Cipangu!

Gegen Ende des 15. Jh. blockierten die Osmanen den Landweg gen Osten. Jedoch waren die Beschreibungen Polos zu verlockend, so dass sie Begehrlichkeiten bei europäischen Kaufleute, Klerikern und Monarchen weckten. Allerdings verfolgten diese unterschiedliche Ziele. Der Kaufmann witterte das einträgliche und exklusive Geschäft mit bisher unbekannten Kostbarkeiten. Hingegen sah der Kleriker zu bekehrende Heiden, deren Seelen der christlichen Rettung bedurften. Und die Monarchen sahen neue Untertanen, Ländereien und Schätze, durch die sich die chronisch leeren Staatskassen füllen würden. Daher wurde die Missionierung durchaus gefördert, da sie meist die Vorstufe zur politischen Unterwerfung neuer Länder und Völker darstellte.
Ungeachtet aller Gefahren wie Piraten, Stürmen und Schiffbruch oder dem damals meist tödlichen Skorbut, segelten europäische Seefahrer ab 1490 gen Osten.
Obwohl die Seemächte Portugal, Spanien und die Niederlande im 16. Jh. bis nach Südostasien und China vorgedrungen waren, blieb Cipangu (Abb. 8) vorerst noch ein „terra incognita“ oder unbekanntes Land.

Abbildung eines Teils des Globus nach Behaim (1492)
Abb. 8: Darstellung der bekannten Welt westlich von Europa. Im Auftrag Martin Behaims 1492 entstanden.

Erster Kontakt

1543 gelangte der portugiesisches Entdecker und spätere Schriftsteller Fernão Mendes Pinto (1509 – 1583) zur ostchinesischen Hafenstadt Ningbō (Region Kanton). Dort traf er auf portugiesische Händler. Zusammen reisten sie auf einem chinesischem Schiff zum Inselkönigreich Ryūkyū (Okinawa). Dort angekommen, sollte über einen Handelsposten des Ryūkyū–Reiches schließlich die Einreise nach Japan über Tane ga shima gelingen, eine der Nansei-Inseln (Nansei-shotō).
Jedoch trieb ein Sturm das Schiff gen Norden ab, weshalb sie direkt an der Küste von Tane ga shima ankamen. Die Fremden wurden gefangen genommen und verhört. Schließlich ließ sich der Herr der Insel vom chinesischen Begleiter der Portugiesen erklären, wer diese Männer seien und warum sie nach Japan gekommen waren. Der Begleiter versicherte dem Herrn, dass die Fremden gutmütige Händler seien, die nur erste Kontakte aufbauen wollten. Jedoch kennen sie weder die Sprache, noch die Sitten des Landes[20].

Waffen aus Europa

Schließlich kamen die Portugiesen frei und durften die Umgebung erkunden. Anfangs gaben sich die Japaner noch misstrauisch. Doch nachdem einer der Fremden bei der Entenjagd eindrucksvoll die Funktion einer Arkebuse demonstrierte, wurden die Japaner neugierig. Zwar war dies in Europa ein gängiges Gewehr, aber in Japan hatte so etwas nie jemand zuvor gesehen.
Die Japaner erkannten schnell den taktischen Wert dieser Feuerwaffe, nannten sie hinawajū oder nach dem Ort ihres ersten Erscheinens Tanega-bō. Danach kopierten japanische Schwertschmiede landesweit diese Waffe und verbesserten sie sogar noch. Folglich kam sie in kürzester Zeit und in großen Stückzahlen in den Kriegen zwischen rivalisierenden Fürstenhäusern zum Einsatz. So hat Oda Nobunaga 1575 in der Schlacht von Nagashino angeblich 3.000 dieser Feuerwaffen (Abb. 9) auf revolutionäre Weise zum Einsatz gebracht und seine Feinde vernichtend geschlagen[21].

Abbildung von Rüstungen und Arkebusen beim Aoba-Fest in Sendai
Abb. 9: Inszenierung historischer Rüstungen und hinawajū (Arkebusen) beim Aoba-Fest in Sendai, Präfektur Miyagi.

Handel mit Europa

Nach diesem ersten Kontakt kamen die Portugiesen 1545 erneut nach Japan. Doch diesmal mit der festen Absicht, Handelsbeziehungen aufzunehmen. Ihnen folgten ab 1584 die Spanier und ab 1600 die Niederländer und Engländer. Schließlich gab man dem Handel mit Europa den Vorzug gegenüber chinesische Händlern und Waren .
Die Japaner erkannten die Fortschrittlichkeit der Europäer an, was ihre Gewehre schließlich bewiesen. Folglich fanden bald allerlei technische Instrumente ihren Weg nach Japan. Ebenso Lehrbücher über Naturwissenschaften und Technik. Diese machten es wiederum nötig, die fremden Sprachen zu erlernen. Japan bot im Gegenzug feinste Seide, edle Lackwaren, Schwerter und Keramiken an. Diese wurden so populär, dass die meisten Fürstenhäuser Europas sich mit deren Besitz brüsteten.
Das späte Muromachi-Zeitalter war somit nicht allein eine Zeit der Entdeckungen für Europa, sondern auch für Japan.

Abbildung eines japanischen Paravent mit Portugiesen in Japan
Abb. 10: Ausschnitt aus einem 6-teiligen byōbu (Paravent), der portugiesische Missionare und Kaufleute zeigt.

Christliche Mission

Die Japaner begrüßten die Möglichkeit mit den Fremden einträglichen Handel zu treiben. Jedoch kamen mit den Händlern auch eifrige Missionare. Portugiesische und spanische Jesuiten, die nur die Bekehrung der Japaner im Sinn hatten (Abb. 10). Dies fiel bei der Obrigkeit Japans und dem schintoistischen sowie buddhistischen Klerus auf deutlich weniger Gegenliebe. Denn die Christianisierung betrachtete man als ungebetene Einflussnahme. Zumal die Missionare wenig Respekt zeigten, wenn sie z. B. buddhistische Figuren als Götzen verunglimpften oder gar zerstörten. Hierdurch wollten sie die Schwäche der japanischen Götzen im Vergleich mit ihrem mächtigen Gott und Erlöser beweisen.

Erforschung Japans

Für viele europäische Entdecker ging von Japan eine besondere Faszination aus. Denn dieses entfernte Inselreich und seine Bewohner waren so anders als alles, was die Europäer von ihren bis dahin eroberten und kolonialisierten Gebieten kannten. Es waren nicht wilde und primitive Menschen, gemessen an der europäischen Vorstellung von Kultur. Ebenso hatten sie nichts oder nur wenig mit den primitiven Völkern Afrikas oder Süd- und Nordamerikas gemein, wie man erwartet hatte.
Japan stach auch im Vergleich mit anderen asiatischen Völkern besonders hervor. Zwar erschienen die Japaner kriegerisch, aber auch gebildet und sehr kultiviert. Deshalb begaben sich einige hoch gebildete Europäer nach Japan, um diese neue und faszinierende Kultur zu erforschen. Dazu beschreiben sie diese akribisch und trugen Artefakte und allerlei anderes Material zusammen. So z. B. der deutsche Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kaempfer, der von 1690 bis 1692 für die Niederländer in Nagasaki tätig war.

Ende des Muromachi-Zeitalters

1568 löste der plötzliche Tod des 14. Ashikaga shōgun, Yoshihide (1538 – 1568), erneut eine Krise aus. Weil seine Nachfolge unklar war, entstand ein Machtvakuum. Hierdurch blieb das Land quasi ohne eine Zentralgewalt. Das nutzte Oda Nobunaga (1534 – 1582), der einer Sippe von shugo-daimyō aus der Provinz Owari (Teil der heutige Präfektur Aichi) entstammte. Er versammelte seine Truppen und nahm die Hauptstadt Kyōto ein. Das Muromachi-Zeitalter endet bereits hier für manche Historiker.
In der Hauptstadt angekommen, installierte Nobunaga seinen Protegé Ashikaga Yoshiaki (1537 – 1597) als 15. shōgun, legitimiert durch den Kaiser. Dies geschah nicht uneigennützig. Weil Yoshiaki politisch machtlos war, brauchte er Nobunagas militärische Stärke. Anstatt selbst shōgun zu werden, zog Nobunaga es aber vor aus dem Hintergrund die Fäden zu ziehen.

Fall der Ashikaga

Hierzu richtete Nobunaga das sogenannte tenka (w. himmlische Herkunft) ein. Dies war eine Verbund der von ihm kontrollierten Provinzen und verbündeter Lehnsfürsten. Als Vorsitzender des tenka lenkte er das Shogunat. Folglich nannte man ihn tenkajin (w. Mensch himmlischer Herkunft). Somit kontrollierte er auch einen Teil Japans. Schließlich weitete er sein Territorium aus. Trotz des Widerstandes einiger daimyō, versuchte er das zersplitterte Land zu einen.
Einer der wichtigsten Verbündeten Nobunagas war sein Vasall Toyotomi Hideyoshi (1539 – 1598). Nobunagas indirekte Regierung und Politik der Reichseinigung wird als shokuhō-seiken (shokuhō-Regime) bezeichnet. Dabei ist shokuhō ein Akronym aus den jeweils ersten Schriftzeichen der Familiennamen Oda und Toyotomi. Damit wurde die enge Verbundenheit zwischen beiden ausgedrückt und ihr gemeinsames Ziel[22].
Schließlich opponierte Ashikaga Yoshiaki 1573 gegen seine offensichtliche Bevormundung. Er zettelte er einen Aufstand gegen Nobunaga an. Mit der Niederlage Yoshiakis enden schließlich auch das Ashikaga Shogunat und Muromachi-Zeitalter.

Quellen

[1]   Vgl. Hall, John Whitney: Das Japanische Kaiserreich. Fischer Taschenbuch Verlag, Fischer Weltgeschichte, Bd. 20, 15. Auflage, Frankfurt a. M. 2009, S. 108.

[2, 3 u. 4]   Vgl. Hall, 2009, S. 108f. Vgl. Kodansha (Hg.): Ashikaga Takauji. Japan – An Illustrated Encyclopedia, Vol. 1 (A – L), 1st Edition, Kodansha Publishing, Tokyo & New York 1993, S. 66f. Vgl. Ders.: Kusunoki Masashige; Vol. 1 (A – L), 1993, S. 851. Vgl. Ders.: Nitta Yoshisada; Vol. 2 (M – Z), 1st Edition, 1993, S. 1102. Vgl. Kreiner, Josef (Hg.): Kleine Geschichte Japans. Verlag Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart 2010, S. 139f.

[5, 6]   Vgl. Kreiner, 2010, S. 139f.

[7] Vgl. Hall, 2009, S. 105 – 108.

[8]   Vgl. Shimizu, Yoshiaki (Ed): Japan – The Shaping of Daimyo Culture 1185–1868. National Gallery of Art, Washington 1988, S. 16., S. 324ff.

[9]   Vgl. Ladstätter, Otto u. Linhart, Sepp: China und Japan. Die Kulturen Ostasiens. Verlag Carl Überreuter, Wien & Heidelberg 1983, S. 324ff.

[10]   Vgl. Hall, 2009, S. 115 – 121. Vgl. Kreiner, 2010, S. 165.

[11]  Vgl. Inoue, Kiyoshi: Geschichte Japans. Campus Verlag, Frankfurt a. M. & New York 1993, S. 137 – 150.

[12]  Vgl. Gerber, Adrian: Gemeinde und Stand. Die zentraljapanische Ortschaft Ōyamazaki im Spätmittelalter. Eine Studie in transkultureller Geschichtswissenschaft. Lucius & Lucius, Stuttgart 2005, S. 117f. Vgl. Hall, 2009, S. 129ff.

[13]  Vgl. Kreiner, 2010, S. 143 – 148. Vgl. Kure, Mitsuo: Samurai. Bushido – Der Weg des Kriegers. 1. Aufl., Motorbuch Verlag, Stuttgart 2006, S. 75.

[14] Vgl. Murdoch, James & Yamagata, Isō: A history of Japan during the century of early foreign intercourse (1542 – 1651). The Chronicle, Michigan 1903, S. 122.

[15]   Vgl. Ladstätter u. Linhart, 1983, S. 329f

[16]   Vgl. Ladstätter u. Linhart, 1983, S. 329f. Vgl. Stierlin, Henri u. Masuda, Tomoya (Hg.): Architektur der Welt – Japan. Benedikt Taschen Verlag, Köln 1990, S. 170, 176, 183f.

[17]   Vgl. Stierlin u. Masuda, 1990, S. 178 – 182.

[18]   Vgl. Ders., S. 92f, 178ff.

[19]   Vgl. Ladstätter u. Linhart, 1983, S. 152.

[20]  Vgl. Catz, Rebecca: Fernão Mendes Pinto and His Peregrinação. In: Hispania. Publicaciones Periódicas, Vol. 74, Nr. 3, Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes, Madrid 1991. (01.11.2013)

[21]  Vgl. Kreiner, 2010, S. 169.

[22]   Vgl. Kodansha: Ashikaga Yoshiaki; Vol 1, 1993, S. 67. Ders.: Oda family; Vol. 2, 1993, S. 1125f. Ders.: Sengoku period; Vol. 2, 1345.

Abbildungen

Abb. 1 (Ashikaga Takauji zu Pferd) Ausschnitt aus einer Hängerolle. Tusche und Farben auf Seide, 100,3 x 53,3 cm. Künstler: unbekannt. Im Besitz des Amts für kulturelle Angelegenheiten (Bunka-chō 文化庁), Tōkyō. Anmerkung: Die Abbildung soll zwar Ashikaga Takauji zeigen, aber möglicherweise handelt es sich auch um einen Vasall der Ashikaga. In Shimizu, 1988, S. 63[8].

Abb. 2 (Ermordung Moriyoshis/Morinagas) Farbholzschnitt, Triptychon, Tusche und Farben auf Papier. Künstler: Ogata Gekkō (1859 – 1920), 1904. Public Domain: George S. Bonn Collection of Ukiyo-e in the Meiji period. © Keio University Libraries, Tōkyō (慶應義塾大学メディアセンター).

Abb. 3 (Kaiser Go-Daigo träumt) Farbholzschnitt, Triptychon, 35,2 × 71,8 cm, Tusche und Farben auf Papier. Künstler: Ogata Gekkō (1859 – 1920), 1904. Public Domain: Robert O. Muller Collection, Arthur M. Sackler Gallery. Im Besitz des Smithsonian National Museum of Asian Art, Washington D.C.

Abb. 4: (Rüstung) Maße 108,59 cm x 61,6 cm. Gewicht 17,3 kg. Public Domain, The Metropolitan Museum of Art, New York.

Abb. 5 (Kinkaku-ji) Bildquelle: pixabay.com; Bildautor: fchika.

Abb. 6 (Ginkaku-ji) Bildquelle: pixabay.com; Bildautor: Michelle_Raponi.

Abb. 7 (Himeji-jō) Bildquelle: pixabay.com; Bildautor: Nick115.

Abb. 8 (Globus) Man beachte, dass Nord- und Südamerika sowie der Pazifik fehlen. Diese wurden kurze Zeit später erst entdeckt. Japans Lage ist zudem falsch eingezeichnet. Public Domain: en.wikipedia.org.

Abb. 9 (Aoba-Fest ) © Nishi Yasufumi & JNTO.

Abb. 10 (Paravent) Public Domain: The Metropolitan Museum of Art, New York.